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LogisFonds I GmbH, vormals Garbe Logimac AG, verlangt negatives Auseinandersetzungsguthaben

Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2017 aufgelöst. Angeblich wurde ein negativer Abfindungswert ermittelt, weshalb die Anleger nunmehr aufgefordert werden, den Negativsaldo einzuzahlen.

Ein neuer Schock für die Anleger:Die stark verlustreiche Beteiligungsesellschaft, ehemals Garbe Logimac AG, ein Logistikfonds, möchte nun die verbliebenen Anleger zur Kasse bitten für die hohen Rechtsverfolgungskosten, die durch klagende Anlager produziert worden waren. Die Kosten bilden nahezu den Negativsaldo. Das zwingt diejenigen, die noch nicht rechtlich vorgegangen sind, ebenfalls in einen Rechtstreit, der sehr aussichtsreich ist.

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Vorsicht vor Spam-Mails!

Immer wieder versuchen Betrüger via E-Mail neue Geschäftsfelder aufzutun: Hier ein besonders durchschaubares Exemplar:

Spam-Mail

 

P&R Container Investments, was ist zu tun?

Das Modell war einfach: Anleger kauften Schiffscontainer, die dann vermietet wurden. Die Anleger erhielten die entsprechenden Mietzahlungen. Dafür verpflichtete P&R sich in dem Vertrag, am Ende der Vertragslaufzeit die Container zum Zeitwert zurückzukaufen. Das Modell wurde von vielen Finanzberatern als Sachanlage empfohlen. Es können ncihts schief gehen, Container brauche man immer.
Am 15. März 2018 haben drei Leasing- und Vertriebsfirmen der Container-Investmentfirma P&R aus Grünwald bei München nun für die breite Öffentlichkeit überraschend Insolvenz beantragt. 51.000 Kunden, die solche Direktinvestments in Container getätigt hatten, bangen nun um ihr Geld. Die Laufzeit der Geldanlagen beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren. Fällt P&R aufgrund der Insolvenz nun aus, hat der Anleger keinen sogenannten Anspruchsgegner mehr.

In den Newsletters diverser Anwaltskanzleien liest man, man solle sich sofort mit dem Anwalt in Verbindung setzen, das ist aber gegenwärtig kein wohlmeinender Rat für den Anleger.

Betroffen von der Insolvenz sind rund 51.000 Kapitalanleger, die in eine der drei folgenden Container-Leasing- und Vertriebsfirmen der Investmentgesellschaft P&R investiert haben:

  • P & R Container Leasing GmbH (Az.: 1542 IN 727/18), vorläufiger Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke
  • P & R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH (Az.: 1542 IN 726/18), vorläufiger Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé
  • P & R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH (Az.: 1542 IN 728/18), vorläufiger Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé

Für diese drei Unternehmen der P&R-Gruppe wurde jeweils ein Insolvenzantrag gestellt. Damit beginnt nun das sogenannte „vorläufige Insolvenzverfahren“. Hierbei wird zunächst geprüft, welcher finanzielle Spielraum besteht, unter anderem um die Verfahrenskosten zu bezahlen. Weitere Gesellschaften der P&R-Gruppe sind derzeit nicht betroffen.

Bei einem Insolvenzverfahren können nicht nur die Mietzahlungen ausfallen es kann möglicherweise auch zu Folgekosten für die Unterhaltung der Schiffscontainer kommen. Denn: Letztlich ist der Anleger ja Eigentümer des Containers. In der Praxis kann das aber schwierig werden, da die Container weltweit verteilt sind.

Was können betroffene Anleger jetzt tun?

  • Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht abschätzbar, wie die vorläufigen Insolvenzverfahren ausgehen. Forderungen sollten Sie als Anleger erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens anmelden werden. Es besteht derzeit also noch kein Handlungsbedarf.
  • Im Falle eines Insolvenzverfahrens werden alle bekannten Gläubiger vom Insolvenzverwalter angeschrieben und zur Forderungsanmeldung aufgefordert. Hierfür müssen Sie dann ein Formular, innerhalb einer vom Gericht bestimmten Frist, ausfüllen.
  • Lassen Sie außerdem prüfen, ob Sie beim damaligen Abschluss der Anlage falsch beraten worden sind. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn Ihnen die Anlage als ebenso sicher wie ein Sparbuch empfohlen wurde. Ist dies der Fall, können Sie möglicherweise Schadenersatzansprüche gegen den Finanzberater oder -vermittler durchsetzen.
  • So schwer es ist: Bleiben Sie ruhig!! Lassen Sie sich nicht vorschnell auf mögliche Angebote von Containeraufkäufern ein oder treten Sie nicht vorschnell Ansprüche an Forderungsaufkäufer ab.

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Schiffsfonds fordern Ausschüttungen zurück

Damit nicht genug, dass Anleger von Schiffsfonds ihr eingelegtes Vermögen nahezu vollständig verloren haben, erhalten sie jetzt in großem Umfang unangenehme Post vom Anwalt. Die in Liquidation oder in Insolvenz befindlichen Gesellschaften fordern gezahlte Ausschüttungen zurück.

Gegen die Forderungen, aktuell beispielsweise von

MS Xenia UG&Co. Reederei KG

MS Anna Sophie GmbH & Co. KG

MS STADT Bremen, Emden und Hamburg T+H Schiffahrts GmbH & Co. KG

können aus gutem Grund Einwendungen geltend gemacht werden.

Lassen Sie die Forderungen daher dringend von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen.

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Western Union entschädigt Betrugsopfer

Die Firma Western Union entschädigt Kunden, die als Opfer von Betrugsdelikten Zahlungen via Western Union geleistet haben. Nach Ermittlungen der US Federal Trade Commission, dem Opens external link in new windowDepartment of Justice und des US Postal Service stimmte Western Union zu, Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 586 Millionen Dollar zu leisten.

Dies gilt für Delikte, welche im Zeitraum vom 01.01.2004 bis zum 19.01.2017 begangen wurden.

Die Ansprüche können bis zum 31.05.2018 geltend gemacht werden! Somit wurde die Frist um einige Monate verlängert. Bisher galt als Frist der Termin 12.02.2018.

Sollten Sie Hilfe benötigen bei der Geltendmachung Ihrer Ansprüche, dann wenden Sie sich gerne an die Fachkanzlei.

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Das elektronische Anwaltspostfach hat erhebliche Sicherheitslücken

Wie es mit dem Anwaltspostfach weitergeht, ist im Moment nicht abzusehen. Eigentlich sind Rechtsanwälte seit dem 1. Januar verpflichtet, mittels BeA Nachrichten zu empfangen. Aber dies ist momentan nicht möglich. Die website ist abgeschaltet.

Die Beschreibung der Sicherheitslücken finden Sie unter: https://www.golem.de/news/bea-noch-mehr-sicherheitsluecken-im-anwaltspostfach-1801-131942.html

Laut dem Kommunikationsbüro der Rechtsanwaltskammer befindet man sich im Kontakt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf eine Anfrage von golem.de und dem Chaos Computer Club. An der Entwicklung der bisherigen BeA-Software war das BSI demnach nicht beteiligt.

Angesichts der Vielzahl von teils sehr grundlegenden Problemen scheint es fragwürdig, ob die BeA-Software überhaupt zu retten ist. Sie hat die Rechtsanwälte wohl bislang 38 Millionen Euro gekostet.

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Frohe Weihnachten

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und einen wunderbaren Start in ein glückliches neues Jahr!

Augustinus

Fortbildung für Fachanwälte bei der Rechtsanwaltskammer München

Am 07. Dezember 2017 von 17 – 20 Uhr findet wieder ein Fortbildungsseminar für Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht statt.

Rechtsanwaltskammer München
Tal 33
Termin: Do, 07.12.2017 von 17:00 Uhr – 20:00 Uhr

Referent: Elke Schubert

https://rak-muenchen.de/rechtsanwaelte/seminare.html

Bearbeitungsgebühren zurückfordern

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in mehreren Urteilen entschieden, dass die Bearbeitungsgebühren für Privatkredite und Unternehmerdarlehen unzulässig sind, die viele Banken erhoben haben.
Ansprüche auf Erstattung von Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten aus den Jahren 2005 bis 2013 sind mittlerweile verjährt. Wer danach noch gezahlt hat, kann das Geld zurückfordern.
Wer eine Darlehensgebühr bei Auszahlung des Bauspardarlehens entrichten musste, hat einen Anspruch auf Erstattung (BGH, Urteil vom 8. November 2016, Az. XI ZR 552/15). Ebenfalls unzulässig ist eine „Kontogebühr“, die der Bausparer in der Darlehensphase zahlen muss (BGH, Urteil vom 9. Mai 2017, Az. XI ZR 308/15).
Die Banken waren erfinderisch: Den „laufzeitunabhängigen Individualbeitrag“ bei Privatkrediten muss die Bank ebenfalls zurückerstatten. Das war eine neue Art Kreditgebühr.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob das auf Ihren Kredit zutrifft, dann rate ich, diesen von einm Fachanwalt prüfen zu lassen. Am 31. Dezember 2017 verjähren Ansprüche für Kredit- und Bausparverträge aus 2014!
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Darlehensvertrag prüfen!

Gebühren, die für Leistungen der Banken berechnet werden, sind oft rechtlich unzulässig. Das gilt beispielsweise für Bearbeitungsgebühren bei Darlehensverträgen. Hier ist nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshof (BGH) unerheblich, ob die Kredite für Verbraucher oder Gewerbetreibende sind. Mit den Urteilen vom 04.07.2017, Az. XI ZR 562/15 und XI ZR 233/16 hat der Bundesgerichtshof dieses Jahr auch zu Gunsten von Geschäftskunden, Unternehmern, Gewerbetreibenden und Selbständigen, entschieden, dass ein Bearbeitungsentgelt in Darlehensverträgen unwirksam ist. Darlehensnehmer haben damit einen Anspruch auf Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren.

Haben Sie als Unternehmer oder Selbständiger, wie z.B. als Handwerker, Apotheker, Arzt, Steuerberater, ein Darlehen für nicht private Zwecke aufgenommen, oder als gewerblich tätige Privatperson beispielsweise eine Solaranlage fremd finanziert, kommt eine Rückforderung von Bearbeitungsgebühren in Frage. Es handelt sich dabei oft um beträchtliche Summen, die Sie mit Hilfe der aktuellen Rechtsprechung zurückfordern können – zudem steht Ihnen eine Verzinsung der geleisteten Zahlungen zu.

Achtung: Verjährung!

Die regelmäßige Verjährung beträgt drei Jahre. Damit können Bearbeitungsgebühren, die ab dem Jahr 2014 gezahlt wurden, zurückgefordert werden. Die im Jahr 2014 (01.01.bis 31.12.2014) gezahlten Gebühren können nur noch bis zum 31.12.2017 geltend gemacht werden, danach tritt die Verjährung ein!
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